San Cristoforo ist Teil der comune di Bobbio, Provinz Piacenza. Gelegen auf 650 m Höhe links des Bergbaches Carlone (ein linker Zufluss des Trebbia). Von Bobbio aus führt ein geteertes ...

... Sträßchen ca. 5 km hoch nach San Cristoforo, das dann in Mogliazze endet – aber als Fußweg weiterführt. Mogliazze hat 4 Bewohner, ist eine cooperativa agricola, die in workcamp-Zeiten mit 20 bis 25 Personen belegt ist. Ein schön restauriertes Dörfchen mit einem Traumblick.
San Cristoforo hat seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt (mit einigen typisch italienischen Ausreissern). Die Kirche wurde 1910 von Mons. Carlo Muzio mit den Bewohnern des Dorfes erbaut (1950 lebten dort noch ca. 200 Menschen). Die Häuser sind aus dem Stein des Carlone-Tals gebaut, die Dächer aus Steinplatten, ebenfalls von dort.
Das dominante (runde) Steinhaus war das Kloster der colombanischen (irischen) Mönche, wurde auch als Quartier für Pilger benutzt und war wohl auch eine Karawanserei. Während der Zeit Napoleons diente es einer kleinen Garnison als Stützpunkt, wurde dann privatisiert an einen Adeligen und zur Zeit wohnt dort Stefano Chiappa mit seiner Freundin Valeria. In unserem „Ferienhaus“ wohnten in den 50er Jahren 20 Personen ... zusammen mit dem Vieh (die Kinder schliefen in den Ställen). Zum Überleben dienten neben Gärten und Wiesen für Ziegen und Kühe die gegenüberliegenden Nordhänge: sie sind mit Kastanien bewaldet und aus den Maroni wurde nach dem Darren das Mehl für den täglichen Bedarf gewonnen.
Die Landwirtschaft hat ihre Bedeutung verloren (durch Abwanderung nach Bobbio und Piacenza, Genua und Mailand). Heute wird in geringem Umfang Wein, Gemüse und Obst angebaut; dann gibt es noch ein paar Kühe, Enten, Hasen, Hühner ... im Sommer etwas Tourismus (und dabei können nur wir gemeint sein, denn sonst vermietet niemand im Dorf)
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